Vorteile eines Wandheizsystems


einfach - energiesparend - besonders
  • Eine gesunde Strahlungswärme
  • Ein angenehmes, gleichmäßiges Raumklima
  • Eine reduzierte Staubbelastung der Raumluft
  • Hygienisches Raumklima
  • Eine energieeinsparende Betriebsweise
  • Eine einfache Installations- und Montagetechnik
  • Kombinierbar mit konventionellen Heizungen
  • Eine besonders dem Schutz und der Erhaltung alter Bausubstanz dienende Heizungsart
wandheizung

Behaglichkeitsempfinden


Kälte- und Wärmerezeptoren

Der Körper eines Menschen kann sich an verschiedene Umgebungszustände anpassen. Es gibt aber bevorzugte Zustände, in denen er sich besonders behaglich fühlt. Das Behaglichkeitsempfinden wird wesentlich bestimmt durch die Kälte- und Wärmerezeptoren des menschlichen Körpers, die dessen Wärmehaushalt steuern. Dabei reagieren die Rezeptoren deutlich bei Über- bzw. Unterschreitung von Schwellentemperaturen.

Bedeutend für das Behaglichkeitsempfinden ist die Lage der Rezeptoren: Während Kälterezeptoren auf der Haut angeordnet sind, befinden sich die Warmrezeptoren im Bereich des vorderen Stammhirn. Deshalb besteht eine deutliche Richtungsempfindlichkeit z.B. gegenüber kalter Zugluft und kalten Wandflächen, während der Mensch Hitze eher als allgemein unangenehm empfindet.

Einfluss der Luftfeuchtigkeit


Jahreszeitenbedingte Luftveränderungen

LuftfeuchtigkeitDie Luftfeuchtigkeit beeinflusst die Verdunstung durch die menschliche Haut und hat damit eine direkte Auswirkung auf die Behaglichkeit. Im Winter nimmt die Luftfeuchtigkeit in Gebäuden üblicherweise niedrige Werte an, da die kalte Außenluft nur wenig Wasser aufnehmen kann. Die dann trockene Raumluft führt bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von weniger als 30 bis 35 % zu einem verstärkten Austrocknen der Schleimhäute der oberen Luftwege.

Weiterhin bewirkt die trockene Luft, dass die Gegenstände in einem Raum den Staub weniger gut binden können und es dadurch zu einer Zunahme des bewegten Hausstaubs kommt. In Kombination mit Heizflächen, die mit einer Temperatur von mehr als ungefähr 50°C betrieben werden, führt dies zu einer Geruchsbelästigung durch Staubverschwelung.

Im Sommer bei schwüler Witterung weist die Luft einen hohen Feuchtigkeitsgehalt auf. Dadurch kann der Mensch seine Körpertemperatur nur noch eingeschränkt durch Verdunstung regulieren. Der Mensch empfindet eine hohe Luftfeuchtigkeit durch ein unbehagliches Wärmegefühl. Die Grenzen des behaglichen Bereichs liegen bei einer Luftfeuchtigkeit unter 65 % bzw. unter 11,5 Gramm Wasserdampf pro Kilogramm Luft. Zur Verbesserung des Wohlbefindens im Sommer kommt daher der Reduktion der Luftfeuchtigkeit ein hoher Stellenwert zu, der in unseren klimatischen Regionen meist höher ist als die Absenkung der Lufttemperatur.

Einfluss der Lufttemperatur


Gleichmäßige Temperaturverteilung

Die Lufttemperatur hat den größten Einfluss auf das Behaglichkeitsempfinden des Menschen, da sie entscheidend für die Wärmeabgabe des Körpers über die Haut ist. Welche Temperatur als behaglich empfunden wird, hängt stark von subjektiven Kriterien wie z.B. Bekleidung, Tätigkeit, Alter und Geschlecht ab. In Wohngebäuden kann im Allgemeinen im Winter von einer behaglichen Temperatur zwischen 20 und 23°C ausgegangen werden. Im Sommer sind aufgrund der geringeren Bekleidung noch Temperaturen bis 26°C behaglich.

Wesentlich für eine behagliche Lufttemperatur ist eine gleichmäßige Temperaturverteilung insbesondere zwischen der Luft in Fußboden- und Kopfnähe. Der Temperaturanstieg sollte 2 bis 3°C pro Meter Raumhöhe nicht überschreiten. In diesem Zusammenhang sind neben einer guten Wärmedämmung der Außenwände und dichten Fenstern die Art und Anordnung der Heizflächen – z.B. Konvektoren, Flächenheizungen, Radiatoren – von besonderer Bedeutung.

Einfluss der Wandtemperatur


Strahlungsaustausch

wandtemperaturDie von einem Menschen empfundene Temperatur hängt neben der Lufttemperatur auch von den Temperaturen der Umschließungsflächen des Raumes (Wände, Fenster und auch Heizkörper) ab. Der Mensch steht mit diesen Flächen im Strahlungsaustausch. Dieser Strahlungsaustausch beeinflusst die Behaglichkeit in bedeutendem Maße. Die Bewertung des Strahlungsaustausches erfolgt über die mittlere Strahlungstemperatur. Diese bildet sich aus den Temperaturen der einzelnen Umschließungsflächen, gewichtet mit deren Flächenanteil. Die mittlere Strahlungstemperatur lässt sich gezielt beeinflussen, z.B. durch Heizkörper oder Kühldecken.

Der Einfluss der Strahlungstemperatur auf die empfundene Temperatur ist im Bild dargestellt. Danach setzt sich die empfundene Temperatur zu gleichen Teilen aus der Luft- und der Strahlungstemperatur zusammen. Je mehr sich beide Temperaturen angleichen, desto gleichmäßiger ist die Erwärmung des Menschen. Der Temperaturunterschied sollte weniger als 3°C betragen.

Außerdem sollten die Temperaturunterschiede zwischen den verschiedenen ausgerichteten Wandflächen nicht zu groß sein, damit sich der Körper gleichmäßig erwärmt.

Einfluss der Luftgeschwindigkeit


Vermeidung von Zugerscheinungen

Luftbewegung in Räumen wird um so stärker wahrgenommen, je kälter die Luft ist und je konstanter sie aus einer Richtung kommt. Damit ist sie besonders kritisch bei Klimaanlagen im Sommer. Im Winter können große Fensterflächen und Wohnungslüftungsanlagen ohne Luftvorwärmung Ursachen für Zugerscheinungen sein.

Die Luftgeschwindigkeit in Räumen darf zur Vermeidung von Zugerscheinungen 0,2 m/s bis 0,3 m/s nicht überschreiten. Damit werden diese Räume praktisch als zugfrei empfunden. Bei Raumtemperaturen oberhalb von 22°C dürfen diese Werte leicht überschritten werden.

Vor großen Fensterflächen ohne angrenzend installierte Heizkörper werden diese niedrigen Strömungsgeschwindigkeiten erst eingehalten, wenn der U-Wert der Fenster kleiner oder gleich 0,8 W/m²K ist.

Gerüche


Heizflächen möglichst unter 50°C betreiben

Neben der thermischen Behaglichkeit hängt das Wohlbefinden des Menschen auch vom Geruchsempfinden ab. Die Abfuhr von Gerüchen, die in einem Raum unvermeidbar auftreten, ist durch eine ausreichende Lüftung erreichbar.

Neben den unvermeidbar auftretenden Geruchsquellen können aber auch Komponenten der Anlagentechnik Gerüche hervorrufen. Dies ist z.B. bei Heizflächen der Fall, die mit einer Temperatur über 50°C betrieben werden. Wenn sich an diesen Heizflächen Hausstaub niedergeschlagen hat, kommt es bei diesen Temperaturen zu einer Verschwelung des Staubs, was mit einer Geruchsbelästigung einher geht.
Aus diesem Grund sind Heizflächen möglichst unter 50°C zu betreiben, z.B. Fußboden- oder Niedertemperaturheizungen.